Auswärtserfolg in Palmersheim

Oberliga-Herren holen auswärts vor 300 Zuschauern die nächsten zwei Punkte

Mit einem 30:22 (14:9) sicherten sich die HSGler nach einer zähen und umkämpften Partie den elften Sieg im elften Spiel und verweilen damit weiterhin mit makelloser Bilanz von 22:0 Punkten an der Tabellenspitze der Oberliga Mittelrhein. Nachdem der erste Verfolger HBD Löwen Oberberg nach der Derbyniederlage gegen Nümbrecht in der Vorwoche nun auch gegen die Zweitvertretung des Longericher SC verlor, haben die Siebengebirgler mit dem Auswärtserfolg in Palmersheim nun fünf Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten SSV Nümbrecht.

Beide Teams erwischten einen holprigen Start ins Spiel: Während in den Anfangsminuten die Abwehrreihen defensiv sicher standen, war sowohl bei den Siebengebirglern als auch bei den Palmersheimern das Angriffsspiel durch viele leichtfertige, individuelle und technische Fehler geprägt. Ein Beispiel: Die HSGler kassierten in den ersten sieben Minuten kein Gegentor und gingen mit 3:0 in die Führung, warfen in den darauffolgenden zwölf Minuten aber auch nur vier Tore, weil sie die zahlreichen Umschaltmöglichkeiten aus den Ballgewinnen nicht konsequent nutzten. Das konnte in dem Fall durch eine gute Abwehrleistung und Torhüter Florian Löcher kompensiert werden, da die HSG bis dahin selbst nur sechs Tore kassierte und damit trotz durchwachsener Angriffsleistung mit 7:6 (19.) vorne lag. In den darauffolgenden zehn Minuten gelang es den Siebengebirglern dann besser, nach schnellen Ballgewinnen einfache Tore zu erzielen. So konnten sie über ein 11:6 (23.) und 13:7 (26.) mit einem 14:9 in die Halbzeitpause gehen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erwischten die Gäste aus dem Siebengebirge einen guten Lauf und konnten sich bis zur 43.Minute auf 19:11 absetzen. Damit war der Grundstein für den Sieg gelegt, denn obwohl die Gastgeber, angeführt von den stimmungsvollen Fans in der Halle, noch einmal alles in die Waagschale warfen, ließen die HSGler nichts anbrennen und hielten die Hausherren weiterhin souverän auf Distanz. Näher als auf fünf Tore kamen die Palmersheimer mit dem 23:18 in der 51.Minute nicht ran, und so brachten die Siebengebirgler die Führung über ein 26:19 (56.) und 30:22 (60.) ins Ziel.

Damit endete ein nicht unbedingt glanzvolles Spiel mit einem letztlich auch in der Höhe verdienten 30:22-Erfolg, wobei erneut die Defensivleistung herausragt – vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die HSGler mit 10 Zeitstrafen den eigenen Negativrekord in dieser Saison aufgestellt haben und damit fast ein Drittel der gesamten Spielzeit in Unterzahl gespielt haben. Trainer Lars Degenhardt war vom Spielverlauf nicht überrascht: „Wir wussten, dass es hier in Palmersheim kein einfaches Spiel werden wird und sowohl die Spieler als auch die Fans 60 Minuten Feuer in die Partie bringen werden. Uns war daher im Vorhinein klar, dass wir ebenfalls voller Emotionen, Kampf und Leidenschaft sein müssen, um auch diese Aufgabe zu meistern. Das ist uns bereits zu Beginn gut gelungen, weshalb wir trotz einer mäßigen Angriffsleistung unsere Führung halten konnten. Später in der ersten Halbzeit finden wir dann auch etwas mehr Sicherheit vorne und werfen die Tore, die wir brauchen, um uns Schritt für Schritt abzusetzen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann erneut sofort hellwach, setzen uns früh ab und spielen diese Führung souverän runter, was bei dieser stimmungsvollen Atmosphäre nicht selbstverständlich ist.“

Für die HSG spielten und trafen: Fischer, Löcher (beide Tor); Oliver Dziendziol (3/2), Bjarne Steinhaus (2/2), Albert Andrassy (2), David Runge (1), Leonard Klosterhalfen, Tjorven Heusinger, Simon Schlösser (3), Daniel Stein (5), Diego Arancibia Diaz (2), Leonard Bachler (4), Anto Marcinkovic (2), Alex Koch (6)