Kreisklasse-Herren ohne Chance beim Tabellenführer

Zweites Spiel der Rückrunde geht deutlich an den ungeschlagenen Tabellenführer

Am 18. Januar 2026 traf sich „die Vierte“ Handball-Herrenmannschaft der HSG Siebengebirge aus Königswinter zum achten Saisonspiel und vierten Auswärtsspiel der Saison 2025/2026 gegen den Godesberger TV II. Für diese Partie beim starken Tabellenführer traf man sich nicht wie gewohnt auf der linken Rheinseite, sondern auf der rechtsrheinischen Seite in Bonn-Beuel Ost bei der HSG Geislar-Oberkassel aufgrund der Hallenproblematik in Godesberg-Pennenfeld.

Das Hinspiel in Königswinter konnte der GTV mit zehn Toren Unterschied mit 34:24 klar für sich entscheiden. Auch beim Rückspiel war die Favoritenrolle deutlich verteilt: die Godesberger mit ihrem vierzehn Mann starken Kader war der HSG-Truppe schon nominell um fünf Spieler überlegen. Mit sechs Siegen und einem Unentschieden waren die Godesberger bis jetzt ungeschlagen und zeigten mit stimmungsvoller Techno-Musik beim Aufwärmen, warum sie erneut bestens eingestimmt waren, um erneut zu gewinnen. Die Grün-Blauen begannen nach vollem Terminkalender zum Wochenende mit
Karnevalsitzung, Schützenverein und Hamburg- oder Norwegen-Reise ohne Spielertrainer Jochen Geck, der die Mannschaft die erste Saisonhälfte betreut hatte. Nun kam das erste Mal der zweite Spielertrainer Fabian Schlegel, folgte den Leitungsaufgaben des Vorgängers und stellte sich pflichtbewusst ins Tor der HSG. Im Generationsprojekt der „Vierten“ Mannschaft zeigen beide Trainer mit Werte-Vermittlung, was Handball bedeutet: Kommunikation, Disziplin und Koordination: echte Teamarbeit.

Die Partie begann ausgeglichen und nach 5 Minuten stand es 2:2 unentschieden. Nach 10 Minuten konnte der Favorit aus Godesberg mit einer 2-Tore-Führung zum 5:3 Toren vorlegen. Nach 15 Minuten stand es 8:5 für die „Heim“-Mannschaft. Diese 3-Tore-Führung war wohl nicht genügend für die Ambitionen des GTV und sie nahmen die erste Auszeit. Nach der Auszeit begannen beide Teams mit Torerfolgen, doch dann konnten sich die Godesberger gezielt mit drei Toren in Folge zum 12:6 nach 20 Minuten absetzen. In der 22. Minute und 24. Minute gab es die ersten Zeitstrafen auf beiden Seiten, die das Tempo des Spiels steigerten. Fünf Minuten vor Abpfiff der ersten Halbzeit hielt Godesberg die 6-Tore-Führung zum 15:9 und konnte bis zur Pause gar auf 17:10 erhöhen.

Die 2. Halbzeit begann mit einem 4:1-Lauf der Godesberger, die sich von ihrer rheinischen Sonnenseite zeigten: Mit Tempospiel, erster und zweiter Welle und schnellen Kombinationen durch die Reihen im Angriff zu ihren Außenspielern, die ihre Torchancen immer wieder nutzten, zeigte der Favorit, warum er bis jetzt noch kein Spiel verloren hatte. Godesberg konnte sich mit zwölf verschiedenen Torschützen sowie mit drei erfolgreichen Siebenmetern aus vier Versuchen (gegenüber einem erfolgreichen Siebenmeter der HSG) klar in den Statistiken hervorheben. Grundsätzlich zeigte die Vierte Mannschaft der HSG wieder eine solide Teamleistung. Jeder Spieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen und immer wieder kam die Qualität der einzelnen Spieler zum Vorschein. Nur die Abwehrleistung war nicht immer zufriedenstellend, was aber auch im Vergleich zum Gegner daran lag, dass der Godesberger TV die Kräfte klar im Spielverlauf besser auf die Spieler seines größeren Kaders verteilen konnte. Peter Zehent und Hendrik Meendermann zeigten neben dem stärksten Torschützen der Liga (Florian Brüssler, 8 Spiele: 61 Tore /7,63 Tore pro Spiel) an diesem Tag ebenfalls ihre Torjäger-Qualität. Am Ende stand eine 14-Tore-Niederlage, die motiviert, besser zu werden, und auf den nächsten Sieg hinzuarbeiten mit individuellem Training und theoretischem Training vor dem Fernseher bei der Handball-EM.

Man of the Match bei der HSG war Florian Brüssler mit 7 Toren. Die HSG 4. Herren bedankt sich beim Schiedsrichtergespann Schrank & Weinz für eine faire Partie sowie Spielertrainer Fabian Schlegel und den Zeitnehmerinnen Tröltzsch & Behrens für Ihren Einsatz.

Für die HSG spielten und trafen: Schlegel (Tor); Brüssler (7), Zehent (4), Meendermann (4) Buchholz (3), Cuhls (2), Krone (2), Spahn (1), Wächter (1/1)

HSG olé