HSG Siebengebirge III dreht Spiel gegen Wölfe Voreifel dank 7:0‑Lauf
Nur knapp 48 Stunden nach dem wichtigen Heimsieg gegen die HSG Sieg stand für die Dritte Herrenmannschaft der HSG Siebengebirge bereits das nächste richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf der Kreisoberliga Bonn/Euskirchen/Sieg an. Am Dienstagabend, den 10. März 2026, gastierte die HSG Siebengebirge III im Nachholspiel in der Wettkampfhalle Merl beim Team der Wölfe Voreifel III, das mit 15 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Liga rangiert.
Die HSG startete gut in die Partie und ging früh mit 2:0 in Führung. Anschließend verlor die Mannschaft von Trainer Achim Lindner jedoch zunehmend den Faden. Fehlwürfe, unnötige Ballverluste und eine insgesamt schwache Chancenverwertung prägten das Spiel der Gäste. Nach 17 Minuten stand es erst 3:3, drei Minuten später 4:4 – ein deutliches Zeichen dafür, dass beide Teams offensiv weit von einer Top-Performance entfernt waren. Stattdessen entwickelte sich eine zähe Partie, in der sich beide Mannschaften lange schwer taten, klare Torchancen konsequent zu nutzen. Über die Zwischenstände von 5:4, 7:4 und 10:7 drehten die Wölfe die Partie und brachten die Siebengebirgler kurz vor der Halbzeit in Schwierigkeiten. Zwar gelang es der HSG kurz vor der Pause noch einmal, auf 8:10 zu verkürzen, doch insgesamt blieb der Eindruck einer sehr zerfahrenen ersten Halbzeit. Besonders der HSG merkte man die Anspannung und die Bedeutung des Spiels deutlich an – viele Aktionen wirkten gehemmt, überhastet oder gar ängstlich.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Mannschaft aus Königswinter jedoch wie ausgewechselt. Mit deutlich mehr Tempo, klareren Abläufen und einer nun hellwachen Defensive startete die HSG furios in die zweite Hälfte. Binnen zehn Minuten legte die Dritte Mannschaft der Siebengebirgler einen beeindruckenden 7:0‑Lauf hin – vom 8:10 zum 15:10. Die Partie war damit komplett gedreht und die HSG hatte das Spielgeschehen übernommen. Die Wölfe gaben sich jedoch nicht geschlagen und verkürzten mit einem 4:0-Lauf auf 14:15 aus ihrer Sicht (41. Minute). Anders als in vorherigen Spielen, blieb die HSG jedoch stabil, verteidigte mit hoher Intensität und fand im Angriff immer wieder kreative Lösungen, sodass es in der 49. Minute 19:16 stand. Mit gutem Tempo und viel Entschlossenheit stellte die Mannschaft schnell wieder einen komfortablen Abstand her. Über das 21:18 (51.) und 25:20 (57.) brachte die „Dritte“ den Auswärtssieg souverän über die Zeit. Am Ende stand ein hochverdienter 28:24‑Erfolg auf der Anzeigetafel.
HSG‑Trainer Joachim Lindner zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Die zwei wichtigen Punkte vom Sonntag haben wir eindrucksvoll bestätigt. Die erste Halbzeit war ganz zäh, offensiv extrem schwach und wieder mit furchtbarer Chancenverwertung. Wir drehen das Spiel durch den 7:0‑Lauf bis zur 40. Minute und lassen zwar nochmal die Wölfe rankommen. Aber mit starker Defensive, gutem Tempo und vielen guten Ideen im Angriff haben wir den Sieg am Ende hochverdient eingetütet.“
Durch den Auswärtssieg kletterte die HSG in der Tabelle auf Platz 9 und verschaffte sich im engen Abstiegskampf erstmals seit Wochen etwas Luft. „Wir haben das Bestmögliche aus diesen 48 Stunden rausgeholt und uns in eine bessere Ausgangsposition gebracht“, so Lindner weiter. „Ein besonderer Dank gilt dabei auch Edelfan Ben, der in Merl wieder einmal mit voller Leidenschaft dabei war und die Mannschaft wie ein zusätzlicher Spieler unterstützte.“
Nach den beiden kräftezehrenden Spielen innerhalb von nur 48 Stunden folgt zunächst ein spielfreies Wochenende. Bevor es dann am Sonntag, den 22. März 2026, mit der nächsten schweren Aufgabe weitergeht: Um 18:00 Uhr empfängt die HSG Siebengebirge III in der heimischen Halle den TVE Bad Münstereifel. Das Hinspiel ging deutlich mit 33:44 verloren, weshalb die Mannschaft nun umso motivierter ist, diese Niederlage wettzumachen und den eigenen Aufwärtstrend weiter auszubauen.
Es spielten und trafen für die HSG: Merz, Winterscheid (beide Tor); Steinhauer (8/1), Wijbenga (6), Tiffe (6), Thiemann (2/2), Schuster (2), Klein (2), Weber (2), Ahlhorn, Reifer, Kopp, Rey, Meyreis
HSG olé


