HSG Herren III verlieren torreiches Heimspiel gegen Bad Münstereifel

Zehn torlose Minuten reißen HSG das Spiel aus der Hand

Die „Dritte Herren“ der HSG Siebengebirge musste sich am Sonntagabend in der heimischen Halle am Oberpleiser Sonnenhügel dem TVE Bad Münstereifel mit 36:41 geschlagen geben. In einer offensiv geprägten Begegnung startete die HSG zwar stark, verlor jedoch nach der Pause die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Die HSG erwischte den besseren Start in die Partie. Nach dem 1:1 Ausgleich (2.) setzte sich das Team von Trainer Achim Lindner bis zur 5. Minute auf 4:1 ab und bestimmte das Tempo. Auch in den folgenden Minuten blieb die Mannschaft am Drücker und erhöhte in der 10. Minute auf 7:4. Über das 10:6 (15.) hielt die HSG den Vorsprung zunächst souverän, ließ allerdings zunehmend einfache Fehler zu. Die Gäste nutzten diese konsequent, verkürzten auf 12:10 (18.) und stellten den Anschluss über das 16:15 (23.) bis zum 16:16‑Ausgleich (25.) wieder her. Mit einem 19:19 durch einen direkt verwandelten Freiwurf der HSG ging es in die Pause nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte.


Nach dem Wiederanpfiff blieb das Spiel zunächst eng. Die HSG ging in der 33. Minute mit 21:20 in Führung. Doch diese Phase sollte nicht lange anhalten. Ab dem 22:21 (35.) blieb die Mannschaft fast zehn Minuten ohne eigenen Treffer. Die Gäste nutzten diese Schwächephase eiskalt aus und drehten das Spiel mit einem 0:7‑Lauf über 22:23 (37.), 22:25 (38.) bis hin zum 22:28 (44.). Die HSG kämpfte sich zwar mit zwei schnellen Treffern auf 24:28 heran, doch der TVE stellte den alten Abstand direkt wieder her und zog über 24:30 bis zum 25:33 deutlich davon. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden.

In der Schlussphase stellte die HSG auf eine offensive Manndeckung um – ein Schritt, der Wirkung zeigte. Durch aggressives Herausrücken, hohe Ballgewinne und konsequentes Tempospiel startete die Mannschaft eine kleine Aufholjagd. Die Gastgeber verkürzten über 28:34 (52.) und 30:36 (54.) bis auf 35:38 (58.). Die Sensation lag plötzlich wieder in der Luft, doch Bad Münstereifel konterte zum 35:40 (59.) und nahm der HSG die letzte Hoffnung. Trotz dieser starken Schlussoffensive reichte es nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkleinern. Der 0:7‑Lauf Mitte der zweiten Halbzeit wog zu schwer, um die Partie komplett zu drehen. So stand am Ende eine torreiche, aber in ihrer Entwicklung nachvollziehbare 36:41‑Niederlage.

HSG-Trainer Achim Lindner: „Wir nehmen zwar den Schwung aus den beiden Siegen gegen die HSG Sieg und die Wölfe Voreifel mit in die Partie, sind aber insgesamt viel zu fehleranfällig im Passspiel. Nur ein Bruchteil der besprochenen Taktik wurde umgesetzt. Gerade in den entscheidenden Momenten haben wir uns dadurch selbst aus dem Spiel genommen und BaMü durch einfache Fehler immer wieder eingeladen. Trotzdem hat die Mannschaft nie aufgegeben. Vor allem in der Schlussphase, als wir auf eine offensive Manndeckung umgestellt haben, war der Wille klar zu erkennen, noch einmal alles reinzuwerfen und das Spiel offen zu gestalten. Offensiv war das alles absolut in Ordnung – mit 36 eigenen Toren gewinnst du in dieser Liga 9 von 10 Spielen. Aber wir stehen hinten einfach nicht stabil genug und kassieren zu viele einfache Gegentore. Gegen ein Team wie Bad Münstereifel wird das sofort bestraft.”

Nach dem intensiven Spielwochenende folgt nun durch die Osterzeit eine kurze Spielpause. Weiter geht es für die Kreisoberliga-Herren am 18. April um 15:30 Uhr in der Sporthalle Ringstraße. Dort wartet mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter aus des TSV Bonn rrh. eine besonders schwere Aufgabe. Der Mannschaft aus Bonn gratuliert die HSG bereits jetzt herzlich zur vorzeitig gesicherten Meisterschaft.

Es spielten und trafen für die HSG: Winterscheid, Supplies (beide Tor); Ahlhorn (7), Steinhauer (5), Tiffe (5), Wijbenga (4), Rey (4), Klein (3), Weber (3), Kunkel (3/3), Thiemann (2), Ried, Reifer, Kopp

HSG olé