Grün-Blaue mit WM-Momenten im hohen Norden

HSG-Jugendabteilung hat in Dänemark tolle Erfahrungen mit internationalen Teams gesammelt

Mit 20 Teilnahmen seit 1998 gehört der Dronninglund Cup im Norden Dänemarks fest zum Sommerprogramm der Jugendhandballabteilung der HSG Siebengebirge. Auch in diesem Jahr machte sich die HSG wieder mit insgesamt rund 120 Spielerinnen und Spielern, Trainerinnen und Trainern sowie Betreuern auf den Weg in den Norden Europas. Am Samstagabend, den 4. Juli, startete die Reise mit zwei großen Reisebussen – da war die Vorhut mit kleineren Transportern und ersten Gerätschaften für den Aufenthalt in Dänemark bereits vor Ort angekommen.

Gelebte und geliebte Traditionen in Dronninglund

Nach der nächtlichen Anreise erreichten die Grün-Blauen am Sonntagmorgen die Unterkunft im beschaulichen Ort Hjallerup, unweit vom Turnierort Dronninglund. Wie in jedem Jahr, waren alle Teams der HSG gemeinsam in einer großen Sporthalle untergebracht. Beeindruckend war dabei erneut, wie gut das Zusammenleben funktionierte: Trotz über 120 Personen blieb ausreichend Platz in der Halle, sodass eine Hallenhälfte dauerhaft für Handball, Volleyball, Tischtennis und viele weitere gemeinsame Aktivitäten genutzt werden konnte.


Nach der Ankunft haben sich die Mannschaften organisiert, Schlafplätze wurden eingerichtet und die neuen Trikots verteilt. Denn auch in diesem Jahr war die HSG-Jugend wieder in exklusiv für den Dronninglund Cup gestalteten Stanno-Trikots am Start, die bei Spielerinnen, Spielern und Trainern gleichermaßen hervorragend ankamen und durchweg positives Feedback erhielten – auch von gegnerischen Teams, da beim Turnier traditionell ein Trikottausch zum Abschluss der Woche eine beliebte Tradition ist.


Am Sonntagabend folgte schließlich die offizielle Eröffnungsfeier auf dem Turniergelände in Dronninglund. Zwischen Hjallerup und Dronninglund pendelte im 20- bis 30-Minuten-Takt ein Shuttlebus und brachte die Mannschaften zuverlässig zum Turniergelände. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren deutschen Vereinen liefen die HSG-Teams bei der Eröffnungszeremonie hinter dem “Germany”-Schild ein, was ein gewisses Olympiade-Gefühl auslöste. Nach der Vorstellung aller teilnehmenden Nationen und einigen Grußworten der Veranstalter begann eine stimmungsvolle Eröffnungsparty und damit offiziell eine unvergessliche Turnierwoche, die viele Momente mit Sportfreunden von allen Teilen der Welt bereit hielt.

Handball-Action von früh bis spät gegen Teams der ganzen Welt

Der Dronninglund Cup zählt zu den größten internationalen Jugend-Handballturnieren Europas. In diesem Jahr nahmen Mannschaften aus zahlreichen Nationen teil, darunter Dänemark, Schweden, Norwegen, Deutschland, Frankreich, Brasilien, Schweiz, Indien, die Färöer-Inseln und viele weitere Länder. Gespielt wurde auf insgesamt 18 Außenplätzen – sowohl auf Rasen als auch auf Kunstrasen – sowie in zwei Sporthallen. Von morgens 8:30 Uhr bis abends 22:00 Uhr an den Turniertagen Montag bis Donnerstag sowie am Freitagmorgen bei den Finalspielen drehte sich nahezu ununterbrochen alles um den Handball. Mit insgesamt neun Mannschaften stellte die HSG Siebengebirge einmal mehr eine der größten Teilnehmergruppen des gesamten Turniers. Vertreten waren zwei männliche D-Jugend-Teams, zwei männliche C-Jugend-Teams, zwei weibliche C-Jugend-Teams, eine männliche B-Jugend, eine weibliche B-Jugend sowie eine weibliche A-Jugend.


Am Montag und Dienstag standen zunächst die Vorrundenspiele auf dem Programm. Die besten drei Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die A-Runde, während alle übrigen Mannschaften in der B-Runde weiterspielten. Somit war für kein Team das Turnier nach der Vorrunde beendet – jede Mannschaft aller teilnehmenden Vereine beim Turnier konnte bis zum Ende um gute Platzierungen spielen.


Aus HSG-Sicht verlief die Vorrunde äußerst erfolgreich. Die männliche D1, die männliche B-Jugend, die männliche C1, beide weiblichen C-Jugend-Teams sowie die weibliche B-Jugend qualifizierten sich für die international hochkarätig besetzte A-Runde.

In den anschließenden K.-o.-Spielen zeigten alle Mannschaften großen Einsatz. Für die männliche B-Jugend, die weibliche B-Jugend und die männliche C1 war im Viertelfinale nach sehr starken Auftritten dann Endstation. Beide weibliche C-Jugend-Teams schieden zwar bereits in der Hauptrunde aus, überzeugten jedoch mit großem Kampfgeist und starken Leistungen gegen internationale Konkurrenz.


Für das sportliche Highlight aus HSG-Sicht sorgte die männliche D1. Mit einer beeindruckenden Turnierleistung kämpfte sich das Team bis ins Finale am Freitag vor. Die Endspiele wurden ausschließlich in den Hallen ausgetragen und erstmals über zweimal 20 Minuten gespielt. In einem spannenden und stimmungsvollen Finale mussten sich die Grün-Blauen schließlich denkbar knapp in einem echten Lokalderby dem Bonner Team geschlagen geben. Trotz der Enttäuschung überwog am Ende der Stolz über eine außergewöhnlich starke Turnierwoche.

Grün-Blaue mit besonderen Momenten bei den “International Games”

Neben dem eigentlichen Turnier fanden auch in diesem Jahr wieder die so genannten International Games statt. Dabei werden talentierte Spielerinnen und Spieler verschiedener Vereine durch die Turnierleitung des Dronninglund Cup zu gemischten deutschen Auswahlteams zusammengestellt und treten dann gegen skandinavische, französische und internationale Mannschaften an.

Bei den Hallenspielen der B-Jugend am Dienstagabend vertraten Finn Weber und Felix Scholl die männliche B-Jugend der HSG. Für die weibliche B-Jugend wurden Frieda Böcker und Frida Greiber nominiert. Die vier HSGler konnten sich gut einbringen in diesen besonderen Auswahl-Spielen. Torhüterin Frieda Böcker beispielsweise wehrte im Siebenmeterwerfen den entscheidenden Ball ab und sicherte sich damit den Sieg für ihr Team.

Am Mittwochabend standen anschließend die International Beach Games auf dem Programm. Hier wurden Carl und Jona aus der männlichen C-Jugend sowie Marlene und Pauline der weiblichen C-Jugend für die deutschen Teams ausgewählt. Auch wenn es am Ende nicht ganz zum Turniersieg reichte, war bereits die Nominierung eine besondere Auszeichnung und ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten.


Erinnerungen bleiben, die größer sind als jeder Turniersieg

Neben den sportlichen Erfolgen machte den Dronninglund Cup vor allem wieder das internationale Miteinander aus. Freundschaften über Ländergrenzen hinweg, spannende Spiele gegen Mannschaften aus aller Welt und viele gemeinsame Erlebnisse sorgten dafür, dass die Woche in Dänemark für alle Beteiligten unvergesslich bleiben wird.

Ein großes Dankeschön gilt allen Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern, den mitgereisten Eltern, allen internationalen Schiedsrichtern und dem Orga-Team des Dronninglund Cup sowie allen Helferinnen und Helfern, die diese Reise für die Grün-Blauen möglich gemacht haben. Die HSG Siebengebirge freut sich schon jetzt auf den Dronninglund Cup im kommenden Jahr!

HSG olé