3. Herren der HSG unterliegen dem Godesberger TV mit 28:34
Am Samstagnachmittag, den 21. Februar 2026, empfing die Herrenmannschaft der HSG Siebengebirge III den Godesberger TV in der Grundschule Oberpleis am Sonnenhügel – und das zu einer ungewohnten Heimspielzeit um 14 Uhr. Als eröffnende Mannschaft des HSG‑Heimspieltags war die „Dritte“ entsprechend motiviert, die Punkte am Sonnenhügel zu behalten. Doch der erhoffte Auftakt in einen erfolgreichen Heimspieltag der Grün-Blauen blieb aus. Nach einem verhaltenen Beginn drehte die HSG in der zweiten Halbzeit auf und präsentierte sich deutlich stärker. Doch wie bereits zu häufig in dieser Saison blieb der Lohn aus: Trotz eines zwischenzeitlichen 24:24‑Ausgleichs musste sich die HSG am Ende mit 28:34 (13:17) geschlagen geben. Entscheidend waren einmal mehr fehlende Konsequenz, mangelnde Aggressivität in der Defensive und Fehler in den entscheidenden Momenten. Doch der Reihe nach.
Die HSG erwischte mit dem 1:0 einen guten Start, und bis zum 2:2 in der 3. Minute blieb die Partie offen. Ab der 5. Minute übernahm jedoch Godesberg zunehmend die Kontrolle. Schritt für Schritt erspielte sich der GTV Vorteile und stellte beim 3:6 (6. Minute) erstmals einen spürbaren Abstand her. Er profitierte dabei von mehreren Ballverlusten der HSG und zeigte sich im Abschluss effizient. Eine frühe Auszeit der Gastgeber (7. Minute) stabilisierte das Spiel der HSG nur kurzzeitig, denn der GTV fand weiterhin zu einfachen Toren aus dem Positionsspiel und der zweiten Welle. Zwar gelang es der HSG immer wieder, den Abstand zu verkürzen, doch der GTV hielt konstant einen Vorsprung zwischen zwei und vier Treffern. Kurz vor der Pause erhöhte der Gast per Siebenmeter auf 13:17, womit die HSG mit einem Vier‑Tore‑Rückstand in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel folgte die stärkste Phase der HSG. Mit deutlich mehr Tempo, klareren Aktionen im Rückraum und erhöhter Bereitschaft im Zweikampf arbeitete sich das Team Tor für Tor heran. Über 19:21 (36. Minute), 22:23 (41. Minute) und schließlich den umjubelten 24:24‑Ausgleich (42. Minute) schaffte es die Mannschaft, die Partie komplett offen zu gestalten. In dieser Phase wirkten die Gastgeber präsenter, lauffreudiger und entschlossener als noch in Halbzeit eins.
Doch wie schon in früheren Spielen, konnte die HSG das Momentum nicht auf ihre Seite ziehen. Direkt nach dem Ausgleich stellte der GTV wieder auf 24:26 (45. Minute). Die zweite Gäste-Auszeit (46. Minute) unterbrach die kurze Drangphase der HSG und gab den Godesbergern erneut Sicherheit. In der Folge machten sich bei der HSG gegen die stabile Gästeabwehr technische Fehler, überhastete Abschlüsse und fehlende Kaltschnäuzigkeit bemerkbar. Während Godesberg zunehmend abgeklärt agierte, verpassten es die Gastgeber, in den entscheidenden Situationen selbst Akzente zu setzen. Über 25:28 (50. Minute) und 26:30 (54. Minute) fiel die Vorentscheidung. In den Schlussminuten erhöhte der GTV schließlich bis zum 28:34‑Endstand. Angesichts des engen Spielverlaufs in weiten Teilen der zweiten Halbzeit wirkte der Sechs‑Tore‑Rückstand am Ende jedoch etwas zu deutlich.
Trotz der Niederlage gab es positive Aspekte im Spiel der HSG. Besonders die Phase nach der Pause zeigte, welches Potenzial die Mannschaft besitzt, wenn Tempo und Struktur stimmen. Auch die breite Verteilung der Tore – mit neun verschiedene HSG‑Schützen – zeigte eine grundsätzlich funktionierende Offensive. Allerdings verhinderten erneut zu passive Abwehraktionen, fehlende Entschlossenheit in der Rückwärtsbewegung und mangelnde Lösungen in Drucksituationen ein besseres Ergebnis.
Entsprechend fiel das Fazit von HSG‑Trainer Achim Lindner selbstkritisch aus: „Es war grundsätzlich ein ordentliches Spiel von uns. Wir kommen stark aus der Halbzeit und haben beim 24:24 die Chance, das Spiel zu drehen, und verpassen es dennoch wieder. Defensiv agieren wir wie so oft nicht aggressiv genug. Offensiv fehlen uns Tempo, Spielintelligenz und Kaltschnäuzigkeit. Was uns zusätzlich belastet, ist, dass wir Woche für Woche wieder neue Formationen bilden, weil uns immer wieder im Training wie am Spieltag Stammspieler fehlen.“

Die Tabellensituation der HSG bleibt angespannt, und angesichts der kommenden Aufgaben wird jeder Punkt dringend benötigt. Um aus der aktuellen Lage herauszukommen, müssen die gezeigten starken Phasen über 60 Minuten stabilisiert und die Fehlerquote reduziert werden. Zugleich hat der Kaller SC sein Heimspiel gegen die Wölfe III gewonnen und liegt nun punktgleich mit der „Dritten“. Es folgen nun noch sechs Endspiele, von denen drei gegen Mannschaften aus den Top‑4 der Liga bestritten werden müssen. Leichter wird die Aufgabe also keineswegs – im Gegenteil.
Für die HSG spielten und trafen: Emil Supplies (Tor); Paolo Klein (6), Felix Steinhauer (5), Marvin Kunkel (3/3), Joona Rey (3), Yannik Thiemann (3), Luca Ahlhorn (3), Linus Wijbenga (2), Erik Weber (2), Thomas Reifer (1), Florian Schuster, Karim El Gharbi, Constantin Kopp
HSG olé


