3. Herren der HSG unterliegen beim TuS Niederpleis mit 22:30
Am Samstagnachmittag, den 7. Februar 2026, gastierte die HSG Siebengebirge III in der Kreisoberliga bei der Reserve des TuS Niederpleis. In der Sporthalle Sankt Augustin‑Niederpleis entwickelte sich über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, die erst nach der Pause eine klare Wendung nahm. Nach ordentlichen ersten 30 Minuten musste sich die HSG am Ende deutlich mit 22:30 (14:15) geschlagen geben. Der Grund dafür war vor allem eine offensive Schwächephase nach dem Seitenwechsel, in der der HSG über fast eine Viertelstunde kein einziger Feldtreffer gelang.

Die HSG kam gut in die Begegnung und fand schnell in ihren Rhythmus. Nach dem frühen 1:0 für die Gastgeber glich Thomas Reifer (3. Minute) aus und leitete eine ausgeglichene Anfangsphase ein. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, agierten aufmerksam in der Defensive und schenkten sich nichts. Während der TuS Niederpleis immer wieder den Weg über den Kreis suchte, entwickelte die HSG ihre größte Gefahr vor allem aus dem Rückraum. Insbesondere Paolo Klein übernahm dabei Verantwortung und sorgte immer wieder für Durchschlagskraft.
In der Folge blieb die Partie offen und umkämpft. Niederpleis legte vor, die HSG zog nach – so auch beim 3:3 (5. Minute) und 8:8 (12. Minute). Auch im weiteren Verlauf konnte sich zunächst kein Team entscheidend absetzen. Der TuS Niederpleis lag beim 11:10 (19. Minute) sowie beim 14:13 (28. Minute) jeweils knapp in Führung, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können. In der Schlussphase der ersten Halbzeit hielt die HSG weiterhin den Anschluss und ging nur mit einem knappen 14:15‑Rückstand in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie weiterhin völlig offen.
Nach dem Seitenwechsel folgte dann jedoch der spielentscheidende Bruch. Zwar erzielte die HSG kurz nach Wiederanpfiff noch den Ausgleich zum 15:15, doch anschließend riss der offensive Faden komplett. Zwischen der 31. Minute und der 45. Minute blieb die HSG nahezu 14 Minuten ohne eigenen Treffer. In dieser Phase leisteten sich die Gäste zahlreiche individuelle technische Fehler, unvorbereitete Abschlüsse und Abstimmungsprobleme im Positionsangriff. Niederpleis nutzte diese Schwächephase konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab.

Während die HSG offensiv keinen Zugriff mehr fand, spielte der TuS Niederpleis seine Angriffe geduldig aus und setzte sich mit einem 6:0‑Lauf auf 21:15 (44. Minute) ab – eine Vorentscheidung. Erst in der 45. Minute gelang der HSG wieder ein Treffer, doch zu diesem Zeitpunkt war der Rückstand bereits deutlich (21:16). Zwar stemmten sich die Gäste mit viel Einsatz gegen die Niederlage, doch der Abstand ließ sich nicht mehr entscheidend verkürzen. Bis zur 48. Minute erzielte die HSG nach der Pause insgesamt nur drei Tore, wodurch auch die Hoffnung schwand, die Partie noch einmal drehen zu können. Spätestens beim 25:19 (50. Minute) war die Partie endgültig entschieden. Mit insgesamt nur acht Treffern in der zweiten Halbzeit war die offensive Ausbeute schlicht zu gering, um in Niederpleis etwas Zählbares mitzunehmen. Am Ende stand eine 22:30‑Niederlage, die vor allem durch die lange torlose Phase nach der Pause zustande kam.
Positiv hervorzuheben war die Torhüterleistung von Tobias Winterscheid, der insbesondere in der zweiten Halbzeit mit mehreren starken Paraden Schlimmeres verhinderte. Auch Paolo Klein ragte mit neun Treffern heraus und zeigte erneut seine individuelle Klasse – musste dabei jedoch nahezu über die gesamten 60 Minuten im Rückraum durchackern, auch bedingt durch die Ausfälle zweier Rückraumakteure. So konnte er die Last am Ende nicht mehr allein schultern.
Entsprechend selbstkritisch fiel das Fazit von HSG-Trainer Achim Lindner aus: „Die ersten 30 Minuten sind absolut in Ordnung, da sind wir gleichauf. Danach haben wir den Start in die zweite Halbzeit komplett verschlafen. Zwischen der 31. und 45. Minute gelingt uns offensiv praktisch nichts – das ist auf diesem Niveau nicht zu kompensieren. Wir hatten eine hohe Anzahl individueller technischer Fehler und haben es nicht geschafft, die in der Halbzeitpause besprochenen Vorgaben auf die Platte zu bringen. Dazu kamen die begrenzten Wechselmöglichkeiten, auch weil Luca nach einem Schlag auf den Kehlkopf nicht mehr weiterspielen konnte. Positiv ist die Torwartleistung, die uns vor einer noch höheren Niederlage bewahrt hat.“
Nun geht es für die HSG zunächst in die Karnevalspause, ehe am Samstag, den 21. Februar 2026, das nächste richtungsweisende Spiel ansteht. Um 14:00 Uhr empfängt die „Dritte“ am heimischen Sonnenhügel den Godesberger TV. Das Hinspiel im Oktober ging noch mit 30:35 verloren. Angesichts der aktuellen Tabellensituation wird diese Aufgabe umso bedeutender. Das Licht im Tabellenkeller wird zunehmend dunkler, und im kommenden Heimspiel sind dringend Punkte gefragt.
Es spielten und trafen für die HSG: Tobias Winterscheid, Emil Supplies (beide Tor); Paolo Klein (9), Karim El Gharbi (3), Florian Schuster (3), Marvin Kunkel (3/3), Thomas Reifer (1), Joona Rey (1), Constantin Kopp (1), Erik Weber (1), Philipp Meyreis, Yannik Thiemann, Luca Ahlhorn
HSG olé


