Regionalliga-Herren verpassen knapp die Sensation

HSG fehlen am Ende Sekunden für Punktgewinn bei Top-Team Korschenbroich

Die Herren-Hamdballer der Grün-Blauen traten am vergangenen Samstagabend bei Regionalliga-Spitzenmannschaft TV Korschenbroich an und lieferten sich einen packenden Schlagabtausch auf Augenhöhe. Erst in der letzten Minute wendete sich das Blatt für Korschenbroich – und die HSG ging erstmals in dieser Saisonmit leeren Händen vom Feld.

Angetreten war das Team aus dem Siebengebirge ohne den verletzten Leonard Bachler, und auch Philipp Krefting stand nicht zur Verfügung. Dafür sammelte Neuzugang Marc Nienaber Brichs seine ersten Regionalliga-Minuten, nachdem die Spielberechtigung endlich erteilt wurde.

Bereits zu Spielbeginn drückte das HSG-Team von Lars Degenhardt und Nils Grunwald stark auf das Gaspedal, die HSG spielte befreit und leidenschaftlich auf. So stand nach 12 Minuten mit dem 4:7 eine überraschende Drei-Tore-Führung der Gäste auf der Anzeigetafel. Diese konnte der TVK jedoch schon bald wieder aufholen und so kämpften sich die Teams dem 16:16-Halbzeitstand entgegen. Sehenswert dabei besonders ein Kempa-Tor durch Karl Nitsche, welches Sven Bartmann im Tor der Gastgeber offenbar mächtig ärgerte. Zur tollen Stimmung trug neben den trommelnden Fans und dem spannenden Spielverlauf sicher auch der vor Ort verkaufte und am Gaumen frische „Wein des Tages“ bei.

Die vielen Fans in der Halle bekamen in der gut gefüllten Waldsporthalle Korschenbroich auch in der zweiten Hälfte das Kopf-an-Kopf-Rennen zu sehen, mit der die erste Hälfte endete. Im Angriff der Gäste waren es vor allem die Rückraum-Shooter Eddy Schulz, Bjarne Steinhaus und immer wieder Karl Nitsche, die durch sehenswerte Präzisionstreffer die HSG an der Führung hielten. In der Defensive wurden Durchbrüche immer wieder von Florian Löcher im Tor der Siebengebirgler gestoppt. Doch auch Korschenbroich wich – wenngleich oft einen Treffer im Rückstand – nie zurück. So kam es zum Stand von 32:32 unentschieden nur 34 Sekunden vor Schluss, als Korschenbroich die letzte Auszeit nahm und Nikolaos Karolidis zum 33:32 für die Gastgeber traf. Die Grün-Blauen warfen nochmal alles nach vorne und konnten 9 Sekunden vor Schluss sogar einen Siebenmeter erringen. Karl Nitsche übernahm Verantwortung – und scheiterte diesmal an Bartmann.

TVK-Cheftrainer Frank Berblinger selbst brachte es bei der anschließenden Pressekonferenz anerkennend auf den Punkt: „Wir haben heute nicht gewonnen, weil wir die bessere Mannschaft waren, sondern weil wir am Ende ein Tor mehr gemacht haben.“ Auch HSG-Trainer Lars Degenhardt fand lobende Worte für seine Mannschaft: „Wir haben heute vieles richtig gemacht. Wir haben uns vor einer großen Kulisse gegen einen hochklassigen Gegner auf unsere Stärken konzentriert und leidenschaftlich gekämpft. Dass es dafür keinen Punkt gab, ist bitter – aber etwas worauf wir aufbauen können.“

Für die HSG spielten und trafen: Kaese, Loecher (beide Tor); Dziendziol (1), Steinhaus (4), Schroeder (1), Nitsche (8/3), Nienaber Brichs, Hayer, Schulz (7), Nüsse (2), Bouvier (2), Hock (4), Marcinkovic (3), Ladig

HSG olé