20 Minuten Hoffnung, dann kippt das Spiel gegen Geislar-Oberkassel II

Nach starkem Start gehen die 3. Herren in Beuel mit 16:38 unter

Am Feiertag, dem 3. Oktober, reisten die 3. Herren zum ersten Auswärtsspiel der Saison in die Sporthalle Beuel-Ost, allerdings personell geschwächt. Weil mehrere wichtige Spieler fehlten, musste am Kreis improvisiert werden, und auch der Innenblock stand in dieser Besetzung zum ersten Mal gemeinsam auf der Platte.

Auf dem Feld war davon zunächst wenig zu sehen. Nach dem 0:1 glich die HSG per Siebenmeter aus und ging nach gut sechs Minuten erstmals in Führung, die sie in der Folge mehrfach auf zwei Tore ausbaute (6:4, 8:6, 9:7). Auch eine Auszeit des Gastgebers beim 8:6 änderte daran zunächst nichts. Beim 9:8 vergab die HSG per Siebenmeter die Chance, wieder auf zwei Tore davonzuziehen, und Geislar-Oberkassel glich im Gegenzug aus. Nach einer eigenen Auszeit legten die Gäste jedoch erneut vor und führten in der 20. Minute mit 11:10.

Dann folgten die Minuten, die das Spiel entschieden. In Unterzahl kassierte die HSG den Ausgleich per Siebenmeter, kurz darauf ging der Gastgeber mit 12:11 in Führung. Auch die nächste Chance zum Ausgleich vom Siebenmeterpunkt blieb ungenutzt, und von da an traf nur noch Geislar-Oberkassel. Aus dem 11:10 wurde bis zur Pause ein 11:16 und kurz nach dem Wiederanpfiff ein 11:18. Mit acht Gegentoren in Folge blieb die HSG fast 14 Minuten ohne eigenen Treffer. Es war nicht das erste Mal, dass die 3. Herren eine solche Phase das Spiel kostete.

Von diesem Rückstand erholte sich die HSG nicht mehr. Der Gastgeber war auf jeder Position körperlich überlegen, was sich in der zweiten Halbzeit immer deutlicher bemerkbar machte. In der Abwehr fehlte der Zugriff, und im Angriff fanden die Gäste kaum Lösungen. Nach dem 12:18 (34.) zog Geislar-Oberkassel mit einem 4:0-Lauf auf 12:22 (40.) davon, auch eine Auszeit der HSG konnte die Serie nicht stoppen. Auf das 13:22 in der 43. Minute folgten sechs Gegentore in Folge zum 13:28 (49.). Zwei Treffer brachten die HSG auf 15:29 (51.), ehe der Gastgeber mit einem weiteren 6:0-Lauf auf 15:35 in der 58. Minute erhöhte. Daran änderte auch die zweite Auszeit der HSG nichts. Nach dem 16:35 gehörten die letzten drei Tore wieder dem Gastgeber, der damit den 38:16-Endstand herstellte. Fünf eigene Tore, 22 Gegentore: Die zweite Halbzeit war vorne wie hinten zum Vergessen. Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, war vor allem Torhüter Paul Stienen zu verdanken, der mit teils spektakulären Paraden mehrfach Schlimmeres verhinderte.

Trainer Achim Lindner kennt das Muster: Schon zum Auftakt gegen Erftstadt und auch in der vergangenen Saison gab die Mannschaft Spiele immer wieder durch lange Durststrecken im Angriff aus der Hand. Entsprechend deutlich wurde er nach dem Spiel: „Leider dauert ein Spiel 60 und nicht nur 20 Minuten. Man muss den ausgegebenen Matchplan dann auch über die gesamte Spieldauer umsetzen. Wieder haben sich unsere Schwäche im defensiven Eins-gegen-eins und die fehlende körperliche Robustheit gezeigt. Ohne drei wichtige Spieler hatten wir außerdem weniger Alternativen.” Er sah aber auch Positives: „Gerade unsere ganz jungen Spieler werden aus solchen Partien viel Positives für die weitere Saison mitnehmen.”

Nach zwei Spielen stehen die 3. Herren ohne Punkte auf Platz acht. Am Sonntag, 11. Oktober, wartet um 18 Uhr erneut eine schwere Aufgabe, denn am heimischen Sonnenhügel ist die HSG Sieg zu Gast. Der Verbandsliga Absteiger steht mit 5:1 Punkten derzeit auf Platz zwei. Trotzdem sollen vor eigenem Publikum die ersten Punkte der Saison her, und über lautstarke Unterstützung freut sich die Mannschaft.

Es spielten und trafen: Paul Stienen, Felix Fauck (beide Tor) – Jac Nils Tiffe (4), Joona Rey (3, 2/4 7m), Felix Steinhauer (3), Milo Palmersheim (2, 0/1 7m), Erik Weber (2), Martin Neumann (1), Fabian Ried (1), Nathan Blatz, Bastian Block, Thorben Clingen, Constantin Kopp, Jeffrey Kruppa, Felix Probst

HSG olé