Im Keller brennt noch Licht und “die Dritte” lebt

HSG Siebengebirge III dreht Spiel gegen HSG Sieg zum Heimsieg

Am Sonntagabend, den 8. März 2026, traf die HSG Siebengebirge III in der Sporthalle Königswinter auf die HSG Sieg II – ein Spiel, das sportlich wie emotional viel Brisanz versprach. Das Hinspiel verlor man nur denkbar knapp und unglücklich mit 29:30, trotz zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung. Entsprechend hoch war die Motivation der Mannschaft von HSG-Trainer Lindner, diese offene Rechnung zu begleichen. Gleichzeitig hatte die Partie für die Siebengebirgler beinahe schon Endspiel-Charakter, da ein Sieg und die damit verbundenen zwei Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt unbedingt benötigt wurden.

Beide Mannschaften starteten ordentlich in die Partie, doch schon früh entwickelte sich ein Spiel voller Schwankungen. Bis zum 7:7 blieb alles offen, ehe die Gäste den ersten Akzent setzten: Ein 3-Tore-Lauf zum 7:10 aus Sicht der Gastgeber brachte die HSG kurzzeitig aus dem Rhythmus. Zwar gelang es immer wieder zu verkürzen, aber technische Fehler und unpräzise Abschlüsse sorgten dafür, dass HSG Sieg II sich beim 10:12 und später beim 14:16 erneut absetzen konnte. Zur Pause lag die Dritte Herrenmannschaft der Grün-Blauen folgerichtig mit 15:17 hinten – ein Rückstand, der angesichts der eigenen Fehler durchaus vermeidbar war.

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft jedoch ein völlig anderes Gesicht. Mit mehr Tempo, verbesserten Abläufen und wachsender Überzeugung startete die HSG direkt mit 2 schnellen Toren zum 17:17. Die HSG Siebengebirge blieb weiter am Drücker, setzte sich über 20:18 und 22:19 weiter ab und legte wenig später zum 24:20 nach – die bis dahin deutlichste Führung des Abends. Doch das Spiel blieb umkämpft und damit unberechenbar. Ungenaue Anspiele, Unkonzentriertheiten und mehrere technische Fehler ermöglichten der Reserve der HSG Sieg ein schnelles Comeback. In nur vier Minuten gelang den Gästen ein 4-Tore-Lauf zum 24:24, der die Partie wieder völlig öffnete. Die Gastgeber mussten sich neu sortieren, nahmen eine Auszeit und fanden anschließend Schritt für Schritt zurück in ihren Rhythmus. Mit wachsender Entschlossenheit und angefeuert unter anderem von Spielern der Verbandsliga- und Oberliga-Herrenmannschaften holte sich die HSG die Kontrolle über das enorm wichtige Spiel zurück. Treffer brachten erneut ein kleines Polster: über 27:26, 29:28 und 31:28 setzte sich die Mannschaft wieder ab und spielte den verdienten 33:30 Erfolg konzentriert zu Ende.

HSG-Trainer Achim Lindner brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Das war ein hochverdienter und wichtiger Sieg. Bei besserer Chancenverwertung wäre er sogar höher ausgefallen. Die unnötige Spannung nach dem 24:20 kam durch technische Fehler zustande. Insgesamt aber war es ein starkes Spiel und der hervorragende Support der 1. und 2. Herren von der Tribüne hat am Ende die letzten Prozente zum Sieg beigetragen.“

Bereits am Dienstag, 10. März 2026, steht für die Dritte Herrenmannschaft der Grün-Blauen das nächste enorm wichtige Spiel an. Auswärts trifft die Mannschaft um 20:30 Uhr in der Wettkampfhalle Merl (Schulzentrum) auf die Wölfe Voreifel III. Nur knapp 48 Stunden nach dem Erfolg gegen die HSG Sieg wartet damit die nächste richtungsweisende Aufgabe im Abstiegskampf – ein echter Charaktertest, der absolute Konzentration, maximale Bereitschaft und erneut volle Unterstützung erfordert.

Es spielten und trafen für die HSG: Winterscheid, Schwan (beide Tor); Steinhauer (9), Witkowski (8), Thiemann (4/4), Klein (3), Wijbenga (3), Tiffe (3), Ahlhorn (1), Reckers (1), Schuster (1), Rey, Weber, Reifer, Kopp

HSG olé