HSG-Herren setzen sich in der Kreisoberliga gegen TuS Niederpleis durch
Am Sonntagabend, den 18. Januar 2026, empfing die HSG Siebengebirge III um 18:00 Uhr den TuS Niederpleis in der Sporthalle der Grundschule Oberpleis am Sonnenhügel zum “Pleiser Derby”. In der Kreisoberliga Mittelrhein gelang den Grün‑Blauen nach acht Niederlagen in Folge ein emotionaler und hochverdienter 27:21‑Heimsieg – ein Erfolg, der vor allem auf großer Moral und einer starken Schlussphase beruhte.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und setzten früh Akzente. Bereits in der 5. Minute führte die HSG mit 3:1, wenig später stand es 6:3 (12.). Die Mannschaft von HSG-Trainer Achim Lindner präsentierte sich in dieser Phase konzentriert, mutig im Angriff und aufmerksam in der Defensive. Danach fanden die Gäste aus Niederpleis jedoch zunehmend besser ins Spiel und übernahmen die Kontrolle. In der 22. Minute ging der TuS erstmals mit 8:7 in Führung. Ein Doppelschlag kurz vor der Halbzeit sorgte dafür, dass Niederpleis seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte – mit einem 10:14‑Rückstand aus Sicht der HSG ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die HSG dann aber wieder hellwach. Mit einem 3:0‑Lauf verkürzten die Hausherren schnell auf 13:14 (35.). Doch auch darauf hatte Niederpleis zunächst die passende Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. In der 39. Minute lag Siebengebirge erneut mit 4 Toren (13:17) zurück. Die Partie schien in dieser Phase zugunsten der Gäste zu kippen. Doch die HSG bewies Moral. Angetrieben von einer aggressiveren Abwehr und wachsendem Selbstvertrauen im Angriff kämpften sich die Grün‑Blauen zurück ins Spiel. Ein konsequentes Tempospiel zahlte sich dabei zunehmend aus. Immer wieder nutzte Siebengebirge den doppelten Angriff‑Abwehr Wechsel des TuS Niederpleis, kam so zu schnellen Durchbrüchen und erzielte einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle. In der 43. Minute fiel der Ausgleich zum 18:18, nur eine Minute später ging die HSG erstmals wieder in Führung (19:18). In der Folge fand Niederpleis nicht mehr ganz zu seinem zuvor gezeigten Spielfluss, während sich auch der Kräfteverschleiß beim Gast zunehmend bemerkbar machte. Siebengebirge nutzte diese Phase, steigerte sich in allen Mannschaftsteilen, nahm den Kampf entschlossen an und übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel.
In der Schlussviertelstunde spielten die Gastgeber ihre Führung souverän herunter. Vom 24:21 (53. Minute) setzten sich die Grün‑Blauen weiter ab und stellten schließlich den 27:21‑Endstand her. Besonders die letzten 20 Minuten entschieden die HSG klar für sich.
Trainer Achim Lindner zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden und erleichtert: „Auch wenn wir im mittleren Spieldrittel ganz schwach aufgetreten sind und in der 39. Minute mit 13:17 zurücklagen, haben wir in diesem Lokalderby letztendlich noch die Kurve bekommen. Wir haben das Spiel – auch in der Höhe – verdient gewonnen, weil wir in den letzten 20 Minuten den Fight angenommen und den Siegeswillen gezeigt haben, den es braucht, um nach acht Niederlagen in Folge ein Erfolgserlebnis zu kreieren. Das tut den Jungs für die kommenden Spiele richtig gut.“
Bereits am Sonntag, den 25. Januar, steht um 18:00 Uhr das nächste Heimspiel an. Am Sonnenhügel empfängt die „Dritte“ den Kaller SC. Ziel ist es, die Leistung aus der Schlussphase des Derbys erneut auf die Platte zu bringen und zu punkten. Das Hinspiel in Kall konnte Siebengebirge mit 27:24 für sich entscheiden. Daran wollen die Grün‑Blauen anknüpfen und auch im Rückspiel erfolgreich bleiben.
Mit einem weiteren Erfolg könnte sich die HSG dann mit 6:16 Punkten etwas näher an den 9. Tabellenplatz (HV Erftstadt) sowie den 8. Rang (HSG Sieg II) heranarbeiten. Dabei wissen die Grün‑Blauen, dass es weiterhin nur Schritt für Schritt gehen kann. Die Siebengebirgler wollen den eingeschlagenen Weg jedoch konsequent fortsetzen.
Es spielten und trafen für die HSG: Niklas Schwan, Tobias Winterscheid (beide Tor); Felix Steinhauer (7), Jac Nils Tiffe (6), Marvin Kunkel (6/5), Paolo Klein (3), Yannik Thiemann (2), Luca Ahlhorn (1), Linus Wijbenga (1), Thomas Reifer (1), Felix Reckers, Joona Rey, Philipp Meyreis, Erik Weber, Constantin Kopp
HSG olé


