Sechs Tests, viele Erkenntnisse, ein spätes Startsignal: 3. Herren vor dem Saisonauftakt

Kreisoberliga-Herren starten am 27. September gegen HV Erftstadt

Die Wartezeit hat ein Ende – fast. Während in der Kreisoberliga Bonn/Euskirchen/Sieg längst um Punkte gespielt wird, muss sich die 3. Herren der HSG Siebengebirge noch ein paar Tage gedulden. Grund ist der Rückzug der 2. Mannschaft aus Niederpleis, durch den der ursprünglich geplante Auftakt weggefallen ist. Die Saison der HSG Siebengebirge III beginnt deshalb erst am Sonntag, den 27. September, um 18:00 Uhr am heimischen Sonnenhügel – mit dem HV Erftstadt als erstem Gegner.

Vorbereitet ist die Mannschaft jedenfalls. Sechs Testspiele hat die Dritte in den vergangenen Wochen absolviert, und das Programm war bewusst anspruchsvoll gewählt: Mehrere Gegner waren höherklassig unterwegs, dazu kamen Mannschaften aus dem Kölner Kreis. Genau darum ging es – nicht um schöne Ergebnisse, sondern um belastbare Erkenntnisse unter maximalem Widerstand. Wer sich sechs Mal an solchen Gegnern messen kann, weiß am Ende der Vorbereitung sehr genau, wo er steht.

Und die Erkenntnisse sind da. Die Neuzugänge, größtenteils aus der eigenen Jugend, haben sich Woche für Woche weiter ins Gefüge gearbeitet und liefern nicht nur Kaderbreite, sondern echte Konkurrenz auf mehreren Positionen. Im Deckungsverbund greifen die Abläufe zunehmend, im Angriff wachsen die Kombinationen aus den ersten Ansätzen des Sommers zu wiederholbaren Mustern zusammen. Dass dabei noch nicht alles rund läuft, ist nach so vielen personellen Veränderungen normal – und wird von der Mannschaft eher als Aufgabe denn als Sorge verstanden.

Trainer Achim Lindner zieht nach dem 3. Teil der Vorbereitung ein differenziertes Fazit: „Wir haben eine intensive Vorbereitung hinter uns, mit hoher Einsatzbereitschaft über alle Wochen. Die sechs Testspiele gegen höherklassige Gegner waren Gold wert, weil du nur unter echtem Druck siehst, was trägt und was noch nicht. Entscheidend ist für mich, dass der Kern der Mannschaft zusammengeblieben ist. Wir mussten nichts neu erfinden, sondern konnten aufbauen und haben in allen Mannschaftsteilen Verstärkungen bekommen. Am meisten freut mich die Torhüterposition. Da waren wir jahrelang dünn besetzt, heute kann ich aus dem Vollen schöpfen, und das gibt der ganzen Mannschaft Sicherheit. Arbeit liegt noch im Abwehrverbund und bei den Automatismen im Angriff. Beides ist besser geworden, aber noch nicht da, wo ich es gerne hätte. Für den Auftakt gilt nur eines: konzentriert und geschlossen auftreten, keine unnötigen Fehler, 60 Minuten gemeinsam verteidigen.“

Denn eines ist schon jetzt klar: Diese Kreisoberliga ist wieder ein Haifischbecken. Zehn Mannschaften bilden die Staffel, und in diesem Feld ist jeder in der Lage, jeden zu schlagen – unabhängig von Tabellenplatz, Papierform oder Namen. Die ersten Spiele der anderen Mannschaften haben das bereits bestätigt: Sie waren allesamt knapp, entschieden wurde in engen Schlussphasen. Wer in dieser Liga zwei Punkte mitnehmen will, muss sie sich über 60 Minuten erarbeiten – geschenkt bekommt hier niemand etwas.

Neu im Kreis der Konkurrenz ist die HSG Sieg I, die als Absteiger aus der Verbandsliga wieder mit dabei ist und damit eine Mannschaft mit höherklassiger Erfahrung ins Feld bringt. Und aus der Kreisliga ist mit dem TV Palmersheim II ein alter Bekannter zurückgekehrt – der als Aufsteiger mit entsprechendem Schwung kommt. Dazu kommen die Wölfe Voreifel III, der Godesberger TV, der Kaller SC, TVE Bad Münstereifel, die HSG Geislar-Oberkassel II und der TuS Niederpleis: eine Liga ohne einfache Auswärtsfahrten und ohne Selbstläufer am Sonnenhügel.

Realistisch betrachtet geht es für die 3. Herren deshalb zunächst darum, die eigene Entwicklung aus der Vorbereitung in Punkte umzumünzen und zu Hause eine Heimstärke aufzubauen, auf die sich die Mannschaft über die Saison verlassen kann. Nach drei Monaten Vorbereitung darf es endlich losgehen. Die Mannschaft freut sich auf einen stimmungsvollen Saisonauftakt und hofft auf viele Zuschauer.

HSG olé