Ernüchterndes Derby in Geislar

Verbandsliga-Herren müssen sich bei der HSG Geislar/Oberkassel am Ende klar geschlagen geben

Bereits früh in der Verbandsliga-Saison 2026/2027 stand das “HSG-Duell” der Nachbarn aus dem Siebengebirge und Geislar/Oberkassel auf dem Plan. Die Partie am vergangenen Spieltag in der Sporthalle Beuel-Ost nahm von Beginn an einen deutlichen Verlauf. Davon sollten aber die Gastgeber mehr profitieren als die Gäste aus Königswinter.


Vor sehr gut gefüllten Rängen und bei fantastischer Stimmung in der Halle erwischte die HSG Siebengebirge-Thomasberg II noch die beste Phase der gesamten Partie und hielt das Geschehen in der Anfangsphase weitgehend ausgeglichen. Doch schon da zeichnete sich ab, dass den Gästen an diesem Tag die nötige Aggressivität im Deckungsverband und die Abstimmung in den Absprachen fehlten. Mit zunehmender Spieldauer nutzten die Hausherren der HSG Geislar-Oberkassel genau diese Schwächen eiskalt aus. Angetrieben von der lautstarken Heimkulisse gewannen die Gastgeber entscheidende Zweikämpfe und setzten die Siebengebirgler früh unter Druck. Über ein schnelles Umschaltspiel baute Geislar-Oberkassel die Führung kontinuierlich von 10:5 (15. Minute) auf 16:8 (26. Minute) aus. Die Gäste fanden defensiv wie offensiv kaum Zugriff auf die Partie und mussten folgerichtig mit einem deutlichen 19:11-Rückstand in die Pause gehen.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild trotz der engagierten Anfeuerung der mitgereisten Fans nicht. Geislar-Oberkassel blieb das spielbestimmende Team und bestrafte die mangelnde Griffigkeit sowie weitere Fehler der Gäste konsequent. Über die Stationen 28:17 (45. Minute) und 33:21 (53. Minute) zogen die Hausherren unaufhaltsam davon. Die Siebengebirgler kämpften in der stimmungsvollen Halle zwar weiter um einen versöhnlichen Abschluss, konnten die verdiente und auch in der Höhe berechtigte 37:24-Niederlage an diesem gebrauchten Tag jedoch nicht mehr verhindern.


HSG-Trainer Nils Grunwald zog nach der Schlusssirene ein deutliches Fazit: „Die Anfangsphase war noch unsere beste Phase im Spiel, in der wir die Partie noch ausgeglichen halten konnten. Leider war aber selbst da schon unsere Aggressivität zu vermissen, genau wie die Absprache in der Abwehr. Wir haben einfach zu viele Zweikämpfe verloren. Geislar hat völlig verdient gewonnen, auch in der Höhe, da unsere Tagesleistung an dem Tag einfach überhaupt nicht gepasst hat. Wir werden jedoch genau daraus unsere Lehren ziehen und gehen mit vollem Optimismus in den Heimspieltag am kommenden Samstag gegen die Zweitvertretung von Refrath.“

Knappp 600 Fotos der Partie sind in der Online-Bildergalerie von Fotograf Thomas “Buddhi” Schmidt jederzeit abrufbar.

Für die HSG spielten und trafen: Johannes Klein, Jakob Müller (beide Tor); Fynn Lindner (4), Nico Leineweber (3), Maximilian Wicharz (3), Janis Kunkel (4), Leonard Gross (2), Christopher Dahs (1), Marc Nahry (2), Bernardas Zaksauskas (2), Karim El Gharbi (2), Jan Witkowski (1)

HSG olé