HSG zum Start ohne Höhenflug in Wahn

Trotz starker Phase vor der Pause: 2. Herren unterliegt zum Saisonauftakt in Wahn

Der Start in die neue Spielzeit verlief für die Zweitvertretung der HSG Siebengebirge anders als erhofft: Trotz einer couragierten Vorstellung im ersten Durchgang musste sich das neu formierte Team beim TV Jahn Köln-Wahn nach zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten am Ende mit 24:28 (13:14) geschlagen geben.

Für die Reserve der Grün-Blauen hieß es am 19. September endlich: Saisonauftakt! Der Gegner war dabei ein bekannter Kontrahent aus der vergangenen Spielzeit. Da die HSGler bereits in der Vorsaison zwei Punkte aus Wahn entführen konnten, reisten sie umso motivierter an, um erneut etwas Zählbares mit ins Siebengebirge zu nehmen. Schon vor dem Anpfiff war beiden Teams die hohe Motivation anzumerken – niemand wollte mit einer Niederlage in die neue Saison starten.

Von Beginn an entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, sodass sich kein Team absetzen konnte und der Abstand über die gesamte erste Hälfte hinweg maximal zwei Tore betrug. Die Siebengebirgler zeigten über weite Strecken des ersten Durchgangs eine sehr starke Leistung. Dass man dennoch nicht mit einer Führung in die Kabine ging, lag vor allem an der eigenen Chancenverwertung: Alleine vier Siebenmeter ließen die Gäste im ersten Durchgang ungenutzt liegen. Nach einem pausenlosen Hin und Her ging es schließlich mit einem knappen Rückstand (13:14) in die Kabinen.

Nach der Pause fanden die Gastgeber immer besser in die Partie und erschwerte den HSGlern durch eine spürbar kompakter stehende Abwehr das Durchkommen. Bis zur 39. Spielminute konnte die HSG das Geschehen beim Stand von 17:17 noch völlig offen halten, ehe in den Folgeminuten die nötige Konzentration und Cleverness im Angriffs- wie auch im Abwehrspiel verloren gingen. Im Angriff kam die HSG nur noch selten zu guten Abschlüssen aus dem Rückraum, wodurch der gewohnte Spielfluss ins Stocken geriet.

Mehrere Zeitstrafen – darunter eine besonders kräftezehrende Phase in doppelter Unterzahl durch zwei Hinausstellungen in der 46. und 47. Minute – brachen den Rhythmus der Grün-Blauen endgültig. Wahn nutzte den Vorteil konsequent und erarbeitete sich bis zur 57. Minute einen vorentscheidenden Vorsprung zum 28:22. Am Ende musste sich die 2. Herren der HSG trotz guter erster Halbzeit mit einem verdienten 24:28-Endstand geschlagen geben.

Trainer Nils Grunwald kann trotz der Niederlage einige positive Schlüsse ziehen: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und mit einer kompakten Abwehr auch einige Ballverluste bei Wahn erzwungen. Leider konnten wir durch einige technische Fehler und vergebene Würfe nicht mit einem Vorsprung in die Pause gehen. In der zweiten Hälfte konnten wir nicht mehr zu unserem Spiel finden – in der Abwehr verloren wir die Kompaktheit, welche in der ersten Halbzeit noch vorhanden war. Auch im Angriff haben wir gegen immer stärker werdende Wahner immer weniger Lösungen gefunden und somit verdient verloren. Trotzdem werden wir als junge Truppe einiges aus dem Spiel mitnehmen können.“

Für die HSG spielten und trafen: Amon Kaese, Johannes Klein (beide Tor); Janis Kunkel (4/1), Nico Leineweber (2), Chris Wohnus (3), Fynn Lindner (6/3), Till Schreiber, Leonard Groß (2), Florian Ladig, Jan Witkowski (1), Marc Nahry (2), Sebastian Dimel (2), Max Wicharz, Karim El Gharbi (1), Jonas Schmitz (1).

HSG olé!