Aufholjagd kommt zu spät: HSG unterliegt Refrath knapp

Verbandsliga-Herren verlieren trotz starker Defensive und großer Moral mit 22:24

Mit dem Ziel der Wiedergutmachung nach dem ernüchternden Derby in Geislar gingen die Verbandsliga-Herren der HSG Siebengebirge am vergangenen Samstag in das Heimspiel gegen die bis dato verlustpunktfreie Zweitvertretung der HSG Refrath/Hand. Am Ende mussten sich die Grün-Blauen in der Oberpleiser Sunshine Arena jedoch knapp mit 22:24 geschlagen geben, obwohl die Defensive über weite Strecken überzeugte.

Dabei begann die Partie vielversprechend. Bereits nach 46 Sekunden gingen die Hausherren in Führung und setzten sich über ein 5:3 bis auf 9:6 (14. Minute) ab. Danach riss jedoch der Faden: Die Gäste kamen mit vier Treffern in Folge zurück und gingen beim 9:10 erstmals in Führung. Zwar gelang noch einmal der Ausgleich zum 10:10, doch nach einer Auszeit der Refrather zogen die Gäste auf 10:13 davon. Mit dem Pausenpfiff stellten sie den 12:15-Halbzeitstand her.

Auch nach dem Seitenwechsel lief die HSG Siebengebirge zunächst einem Rückstand hinterher. Beim 12:17 (36. Minute) nahm das Trainer-Duo Grunwald/Brüssler die Auszeit, und die Mannschaft antwortete mit drei Toren in Folge zum 15:17. Doch immer wieder machten sich die Siebengebirgler das Leben mit technischen Fehlern selbst schwer, sodass Refrath beim 18:23 (54. Minute) die Vorentscheidung herbeizuführen schien. Dann zeigten die Grün-Blauen aber noch einmal Moral: Mit vier Treffern in Folge verkürzten sie bis zur 58. Minute auf 22:23. Die Gäste behielten jedoch die Nerven, trafen zum 22:24, und die späte Aufholjagd blieb unbelohnt.

HSG-Trainer Nils Grunwald zog nach dem Schlusspfiff ein klares Fazit: „Wir haben über 60 Minuten eine gute Abwehr gestellt und hatten einen guten Torhüter dahinter. Wenn man zuhause aber nur 24 Tore kassiert, dann muss man ein Heimspiel eigentlich gewinnen. Die Niederlage lag ganz klar an unserer Offensive. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir so unglaublich viele technische Fehler hatten. Damit kann man in dieser Liga kein Spiel gewinnen. Jetzt geht der Blick auf das letzte Spiel vor der Herbstpause, in dem wir unbedingt zwei Punkte holen wollen, und genau daran werden wir unter der Woche arbeiten.”

Am kommenden Samstag um 16:00 Uhr sind die Siebengebirgler beim ATV Hückeswagen zu Gast.

Für die HSG spielten und trafen: Johannes Klein, Jakob Müller (beide Tor); Karim El Gharbi (5), Nico Leineweber (4), Fynn Lindner (4/2), Chris Wohnus (3), Lorenz Zerfowski (2), Marc Nienaber Brichs (2), Leonard Gross (1), Bernardas Zaksauskas (1), Chris Dahs, Eric Sablotny, Jonas Schmitz, Nico Kesper, Sebastian Dimel, Willi Lehmacher

HSG olé