3. Herren unterliegen dem Verbandsliga-Absteiger HSG Sieg am Sonnenhügel mit 27:38
Eine Woche nach der deutlichen Niederlage in Beuel zeigten die 3. Herren gegen den Tabellenzweiten eine klare Reaktion. Beim 19:21 in der 37. Minute war die Partie am Sonnenhügel noch offen, ehe sich der Gast mit einer langen Torserie entscheidend absetzte und am Ende mit 38:27 gewann.
Die Rollen waren vor dem Anpfiff klar verteilt. Mit der HSG Sieg kam am Sonntagabend ein Verbandsliga-Absteiger an den Sonnenhügel, der mit 5:1 Punkten als Tabellenzweiter angereist war. Für die junge, neu formierte Mannschaft der HSG Siebengebirge ging es deshalb vor allem darum, nach dem enttäuschenden Auftritt in Beuel ein anderes Gesicht zu zeigen.
Der Start verlief zunächst holprig. Nach einem vergebenen Siebenmeter lag die 3. Herren früh mit 1:3 zurück, antwortete aber mit drei Toren in Folge und ging in der siebten Minute mit 4:3 in Führung. Auch beim 5:4 (8.) lagen die Gastgeber noch vorn, ehe der Gast nach einer Auszeit mit zwei Serien von jeweils drei Toren auf 5:7 (12.) und 6:10 (17.) davonzog. Vor allem der rechte Rückraum der HSG Sieg war in dieser Phase kaum in den Griff zu bekommen und stellte die Abwehr mit seiner Schnelligkeit und seinem sicheren Abschluss immer wieder vor Probleme. Die HSG blieb trotzdem dran und kam mit zwei Treffern in Folge auf 8:10 (18.) heran. Auch drei Zeitstrafen in der ersten Halbzeit brachten die Mannschaft nicht aus der Spur: Über 10:13 (22.), 12:15 (27.) und 14:17 (29.) hielt sie den Rückstand in Grenzen und ging mit 14:18 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte die stärkste Phase der HSG Siebengebirge. Die Mannschaft beantwortete zunächst jeden Gegentreffer und verkürzte nach dem 16:21 mit drei Toren in Folge auf 19:21 (37.). Auch eine Auszeit des Gastes beim 18:21 änderte daran nichts. Am Sonnenhügel war wieder alles offen.
Dann wiederholte sich, was schon in den ersten beiden Saisonspielen den Ausschlag gegeben hatte: Im Angriff ging plötzlich kaum noch etwas. Nach dem 19:21 blieb die Mannschaft von Coach Lindner knapp drei Minuten ohne Treffer, während der Gast dreimal in Folge zum 19:24 (40.) traf. Auch eine Auszeit beim 20:25 brachte keine Wende, und bis zur 44. Minute wuchs der Rückstand auf 21:28 an. Nach dem 22:28 (46.) folgte die nächste lange Durststrecke. Gut sieben Minuten lang gelang der HSG kein Tor, und die HSG Sieg erhöhte mit fünf Treffern in Folge auf 22:33 (52.). Beim 23:35 in der 55. Minute betrug der Rückstand zwölf Tore, der höchste des Spiels.
Aufgegeben hat sich die Mannschaft trotzdem nicht. Die Schlussminuten gingen mit 4:3 an die 3. Herren, die bis zur letzten Sekunde um jedes Tor kämpfte. Dass der Abstand nicht noch größer wurde, lag vor allem an Torhüter Emil Supplies, der mit mehreren spektakulären Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte. Im Angriff kam die Mannschaft über weite Strecken der Partie zu ihren Toren. Entschieden wurde das Spiel in der Abwehr, wo die körperliche Überlegenheit der HSG Sieg deutlich zu spüren war. In den Zweikämpfen fehlte der gesamten Mannschaft oft die nötige Durchsetzungskraft, und so kassierte die HSG im dritten Saisonspiel zum dritten Mal mehr als 37 Gegentore.

Trainer Achim Lindner ordnete die Partie nach dem Spiel ein: „Wir sind eine junge, neu formierte Mannschaft, die Fehler macht und das auch darf und soll. Umso ärgerlicher ist es, dass die etwas Älteren diese Fehler auch wiederholt begehen. Das ist schon frustrierend.” Das Ergebnis selbst stellte er nicht infrage: „Am Ende war der Sieg für die HSG Sieg sicherlich verdient, auch wenn er höher ausgefallen ist, als es unsere Leistung hergegeben hat. Gegenüber der Auswärtspartie in Geislar war das eine deutliche Steigerung.”
Nach drei Spielen warten die 3. Herren weiter auf die ersten Punkte und stehen auf Platz neun. Ein Blick auf die Tabelle rückt das Bild allerdings etwas zurecht, denn die bisherigen drei Gegner belegen derzeit die Plätze eins bis drei. Bedingt durch die Herbstferien folgt nun eine Pause, die die Mannschaft nutzen will, um an ihren Baustellen zu arbeiten. Weiter geht es am Sonntag, 8. November, um 19 Uhr beim Godesberger TV in der Sporthalle Pennenfeld. Der Gastgeber steht nach fünf Spielen mit einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen (4:6 Punkte) auf Platz sechs. Gegen diesen Gegner aus dem Tabellenmittelfeld will die Mannschaft den ersten Punktgewinn der Saison einfahren und freut sich dabei auch in Bonn über Unterstützung.
Es spielten und trafen: Emil Supplies, Felix Fauck (beide Tor) – Felix Steinhauer (8), Paolo Klein (5), Marvin Kunkel (4, 4/5 7m), Yannik Simon Thiemann (3), Thorben Clingen (1), Jeffrey Kruppa (1), Milo Palmersheim (1), Joona Rey (1), Jac Nils Tiffe (1), Erik Weber (1), Linus Wijbenga (1), Constantin Kopp, Martin Neumann, Fabian Ried
HSG olé


